Bequemeres Gärtnern dank Hochbeet

Gartenarbeit bereitet gerade älteren Menschen oft viel Freude. Die geliebte Freizeitbeschäftigung wird jedoch manchmal vorschnell aufgegeben, wenn körperliche Einschränkungen das Bücken und Knien zur Qual machen. Hochbeete sind wie geschaffen für die ältere Generation. Aber auch Rollstuhlfahrer können mit ihrer Hilfe die erholsamen Aspekte der Gartenarbeit genießen.

Wie sieht ein Hochbeet aus?

Hochbeete sind große, unbeweglich am Standort eingebaute Pflanzgefäße. Sie werden von unten nach oben mit immer feiner strukturierten Schichten aus diversen organischen Materialien aufgefüllt (z. B. Gehölzschnitt, krautige Pflanzenteile, Laub, Mist, Kompost, Mutterboden). Dadurch entsteht durch Verrottung ein warmes Mikroklima, das dem eines Komposthaufens ähnelt. Als Baumaterial für die Außenkonstruktion bieten sich beispielsweise Ziegelsteine oder langlebiges Holz an. Die Beet-Form muss durchaus nicht immer rechteckig sein. Auf einer Terrasse können runde, aus Ziegeln gemauerte Hochbeete sehr dekorativ wirken. Die Lebensbedingungen sind hier natürlicher als in Kübeln oder Töpfen und die Pflanzen müssen nicht ganz so häufig gewässert werden. Wer einen Teil der Gartenarbeit im Sitzen erledigen möchte oder muss, für den ist eventuell die Anlage eines Tischbeetes eine gute Lösung. Dieses kann zur Bearbeitung mit einem Büro- oder Rollstuhl bequem unterfahren werden.

Tipps für den Bau eines Hochbeetes

Lässt man die Wände des Hochbeetes ungefähr 50 cm tief in die Erde ein, so wird Wühlmäusen das Eindringen erheblich erschwert. Ein am Boden eingebautes Drahtgitter macht dieses nahezu unmöglich. Für Schnecken sind Hochbeete eine Barriere. Dieser Effekt lässt sich durch einen am oberen Rand angebrachten Schneckenzaun noch verstärken. Durch eine zusätzliche Konstruktion mit einer Abdeckung aus Glas- bzw. Kunststoffscheiben lässt sich das Hochbeet schnell in ein Frühbeet umfunktionieren. Die äußeren Abmessungen sollten gewährleisten, dass an mehreren Stellen mit dem ausgestreckten Arm bequem die Beet-Mitte erreicht werden kann. Maßgabe für die richtige Arbeitshöhe ist die Hüfthöhe des jeweiligen Gärtners.

Geeignete Pflanzen für Hochbeete

Die Fruchtfolge ist eine Anbau-Form, die der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft ähnelt. In einer bestimmten Reihenfolge wird zwischen der Bepflanzung mit sogenannten Stark-, Mittel- und Schwachzehrern abgewechselt. Sie eignet sich auch für Hochbeete. Im ersten Jahr wachsen hier Starkzehrer (z. B.Kürbisse). Die Mittelzehrer (z. B. Zwiebeln) folgen im zweiten Jahr. Schwachzehrer (z. B. Buschbohnen) werden im dritten Jahr angebaut. Darauf folgt im vierten Jahr eine Ruhepause mit Kräutern oder Sommerblumen als einziger Bepflanzung. Nachdem das Beet dann mit Kompost aufgefüllt wurde, beginnt der Zyklus von neuem. Für Tischbeete eignen sich Pflanzen, die zur Dachbegrünung eingesetzt werden. Aber auch Küchenkräuter und viele Steingartenpflanzen würden sich dort sicher sehr wohl fühlen.