Hochbeet befüllen – So füllen Sie Ihr Hochbeet Schicht für Schicht

Die Befüllung eines Hochbeets erfolgt in drei bis fünf Schichten. Bei einer Beethöhe von 75 cm sollte beim Fünfschichtsystem jede Schicht 15 cm hoch sein. Die Schichthöhe bezieht sich auf bereits verdichtetes Material. Je nach Schicht wird das Material bis zu 20 cm hoch eingefüllt und dann, am besten mit den Füßen, auf 15 cm verdichtet. Noch vorhandene Lücken oder Löcher können mit Erde oder Gartenabfällen gefüllt werden. Das Material muss stets gut gewässert werden, bevor mit der Befüllung der nächsten Schicht begonnen wird. Der Verrottungsprozess, der innerhalb eines Hochbeets stattfindet, lässt die Schichten während eines Jahres einsacken. Im Herbst kann die oberste Schicht mit Kompost und Erde auf die ursprüngliche Höhe ergänzt werden. Je nach Hochbeet und Bepflanzung funktioniert das System vier bis sechs Jahre, dann muss der Inhalt geleert und das Hochbeet neu befüllt werden.

Das Hochbeet in verschiedenen Schichten befüllen

Um das Hochbeet vor Wühlmäusen zu schützen, kann am Boden ein Gitter oder Maschendraht aufgelegt werden. Die unterste, auf dem Gitter liegende Schicht wird aus Holzabfällen gebildet. Äste und Zweige vom Baumschnitt können ebenso eingebracht werden wie kleinere Holzabfälle aus der Werkstatt oder dem Keller. Bei Holzabfällen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sie nicht behandelt sind. Behandelte Hölzer könnten Schadstoffe in den Boden abgeben. Bevor darangegangen wird, die Lücken zwischen dem Holz mit Erde oder Gartenabfällen aufzufüllen, muss das Material verdichtet und anschließend bewässert werden. Am besten in das Hochbeet steigen und die Schicht mit den Füßen niedertreten. Nun folgen die kleineren Holzabfälle wie Häckselgut oder feinere Ästchen. Um den Verrottungsprozess zu beschleunigen, kann dazwischen Karton eingebracht werden. Auch diese Schicht wird auf 15 cm verdichtet und mit Wasser begossen.

Kompost und Gartenabfälle

Als nächste Lage folgen gröbere Gartenabfälle jeglicher Art und Mist. Wird das Hochbeet im Herbst angelegt, steht ausreichend Material zur Verfügung. Abgefallenes Laub, Pflanzenmaterial vom Rückschnitt und Ernteabfälle sind geeignet. Mist vom Pferd oder Rinderstallmist bewährt sich besonders, wird er dieser Schicht beigemischt. Die letzte Lage sollte Grasschnitt darstellen. Nachdem auch dieses Material gut verdichtet und angefeuchtet wurde, wird als vierte Schicht Kompost aufgebracht, zunächst nicht vollständig kompostiertes Material, dann der reifere Kompost. Wieder sind Verdichten und Bewässern wesentlich. Den Abschluss bilden Garten- und Komposterde, die vor dem Einbringen vermischt werden. So bereitet steht einer Bepflanzung nichts mehr im Wege. Wer das Hochbeet im Herbst anlegt, kann durchaus noch mehrjährige Stauden oder Kräuter auspflanzen. Radieschen können noch im September gesät und im Oktober geerntet werden. Durch die Wärme innerhalb eines Hochbeets ist die Aussaat auch später möglich, wenn ein Folientunnel Saat und Pflanze schützt.